Wir leben, lieben, leiden. Wir denken, fragen, lernen - wo es Antworten auf unsere Fragen gibt. Wir suchen Wahrheit, Ziel & Sinn. Wir wollen verstehen. Suchen Anregungen, die reflektierten Austausch wert sind. Dieser Blog nennt Fakten, Texte & Gedanken – rund um das Buch der Bücher. Jeder, der sucht, soll Anregungen und unverfälschte Antworten auf seine Fragen finden. Und vielleicht am Ende den, der hinter allen Fragen und Antworten auf uns wartet. Jemanden der uns unendlich liebt...
Mittwoch, 1. Oktober 2025
Gedanken zu 1. Johannes 5,19-21
Dienstag, 30. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 5,16-18
Montag, 29. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 5,14+15
Freitag, 26. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 5,13
Donnerstag, 25. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 5,9-12
Gottes Zeugnis: Allein in Jesus, dem Heiland, finden wir ewiges Leben.
Mittwoch, 24. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 5,6-8
Ein dreifaches Zeugnis für Jesus den Messias
Montag, 22. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 5,1-5
Echte Geschwisterliebe: Ursprung, Echtheit und Kraftquelle
Samstag, 20. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 4,19-21
Echte Liebe: Motivation, Prüfstein und Gebot
Freitag, 19. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 4,17-18
Gottes Liebe: Das Ende der Angst
Gedanken: Gottes Liebe ist es, die uns — in Christus — vollkommen gerecht gemacht hat. So gerecht, dass wir dem Tag des Gerichts mit Zuversicht entgegen sehen können; vor Seinem Thron erscheinen und mit Kühnheit (παρρησία, parresia) offen vor Ihm sprechen können.
Denn wir sind schon jetzt, wo wir noch in dieser Welt leben, auf die gleiche innige Weise mit Gott verbunden, wie Christus selbst. Nicht, weil wir aus uns schon heilig wären, sondern vielmehr, weil Er uns mit sich und Seiner vollkommenen Heiligkeit eins gemacht hat.
Wer Gottes unfassbare Liebe zu uns in ihrer Tiefe erkannt hat, die das Liebste geopfert hat, um uns Sünder zu retten, der hat keine Angst mehr vor Ihm. Im Gegenteil: die Erkenntnis dieser großen Liebe ist die Macht, die alle Angst vor Gott — dem Heiligen und Gewaltigen — vertreibt.
Gottes Liebe will uns Ihm selbst in Seiner Heiligkeit ähnlich machen — und sie will uns in unserer Unvollkommenheit mit lauter Gnade zudecken. Da, wo wir immer noch Angst haben vor Gott, wo wir uns immer noch fürchten vor Seiner ewigen und gerechten Strafe, da ist Seine heilige Liebe mit uns — im Leben und im Glauben— noch nicht zum Ziel gekommen.
O-Ton: „17 Auch darin hat die Liebe Gottes bei uns ihr Ziel erreicht, dass wir dem Tag des Gerichts voller Zuversicht entgegensehen; denn so wie Christus mit dem Vater verbunden ist, so sind ja auch wir es in dieser Welt.
18 Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst hat und vor der Strafe zittert, bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.“
Mittwoch, 17. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 4,12-16
„Einssein mit Gott - in Liebe, Glaube und Bekenntnis“
Gedanken: Keiner von uns hat Gott je gesehen. Und doch ist, was wir über Ihn wissen, nicht Spekulation, sondern Offenbarung: wir erkennen Sein Wesen in der Fülle und Schönheit der Schöpfung, und noch viel klarer in Seinem Wort und in der Liebe Christi.
Sein ewiger Plan und unsere Bestimmung kommen zur Vollendung, wo wir als Seine Spiegelbilder leben; wo wir einander lieben, so wie Er uns liebt; wo wir eins werden mit Ihm, der die Liebe ist.
Dass diese Einheit ganz real ist, wissen wir, weil Gott uns Seinen Geist gegeben hat: einen kindlichen Geist, der sich von Gottes Wort und durchs Gewissen führen lässt; hin zur Liebe, zur Wahrhaftigkeit und zur Heiligung.
Dass Jesus der Heiland ist, der Messias, der von Gott gesandte Retter der Welt, das kann Johannes mit Leib und Leben bezeugen, das hat er als Augenzeuge selbst gesehen und ganz persönlich miterlebt.
Und auch in diesem Zeugnis manifestiert sich die Einheit mit Gott: wer Jesus, wie es im Glaubensbekenntnis heißt, als den Sohn Gottes bekennt, der lebt in Einheit mit Gott.
So bestätigt Johannes noch einmal, was wahre Einheit mit Gott ausmacht: das öffentliche Bekenntnis und der Glaube an die Liebe Gottes, die Er uns in Christus offenbart hat; der Glaube daran, dass Er die Liebe in Person ist und uns unendlich liebt; und dass, wer liebt, in Einheit mit Ihm lebt.
O-Ton: „12 Niemand hat Gott je gesehen. Aber wenn wir einander lieben, lebt Gott in uns. Dann hat seine Liebe bei uns ihr Ziel erreicht.
13 Dass wir in Gott leben und er in uns, wissen wir, weil er uns Anteil an seinem Geist gegeben hat.
14 Wir haben es selbst gesehen und sind Zeugen dafür, dass der Vater seinen Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.
15 Wer sich zu Jesus als dem Sohn Gottes bekennt, in dem lebt Gott und er lebt in Gott.
16 Wir jedenfalls haben erkannt und halten im Glauben daran fest, dass Gott uns liebt. Gott ist Liebe. Wer in der Liebe lebt, lebt in Gott und Gott lebt in ihm.“
Dienstag, 16. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 4,7-11
„Ebenbilder: Spiegel Seiner Liebe“
Gedanken: Mit aller Herzlichkeit lädt Johannes uns ein, einander in Liebe zu begegnen; stets das Beste füreinander im Sinn zu haben; stets das Beste für einander zu tun. Seine Begründung ist simpel: diese tätige Liebe ist das untrügliche Wahrzeichen unserer Gotteskindschaft; das glaubwürdige Zeugnis, Gott wirklich zu kennen. Nicht zu lieben ist dagegen ein Zeichen von Gottesferne, denn: Gott ist Liebe.
Und diese Liebe, mit der Gott uns liebt, ist kein theoretisches Konzept: sie hat Ihn alles gekostet. Er hat Christus, seinen geliebten Sohn, in unsere Welt geschickt, um — aus Liebe! — die Strafe für unsere Schuld an unserer Stelle zu tragen. Durch Seinen stellvertretenden Tod am Kreuz will er uns Straffreiheit und ewiges Leben schenken. Uns, die wir nicht nach Ihm gefragt haben; uns, die wir Ihm den Rücken gekehrt haben.
Johannes beendet diesen Gedankengang so: Wenn Gott uns wirklich so sehr liebt, dass er bereit war, sein Ein und Alles für uns zu geben, dann sind auch wir — als Seine Ebenbilder! — verpflichtet, unseren Nächsten so zu lieben: nicht mit Worten und Gedanken, sondern mit unseren Herzen und Händen.
O-Ton: „7 Ihr Lieben, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott! Wer liebt, hat Gott zum Vater und kennt ihn.
8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.
9 Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken.
10 Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld.
11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben.“
Montag, 15. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 4,3b-6
„Wes Geistes Kind bist Du?“
Gedanken: Es ist gekommen, wie es uns beigebracht wurde: der Widersacher Gottes ist längst am Werk in dieser Welt. In Person der Irrlehrer auf der Bühne — im Weltgeist dieser Zeit auch hinter den Kulissen.
Wir aber, die wir Christus bekennen, sind nicht länger Kinder dieser Welt, sondern — durch Seinen Geist, den Gott in unsere Herzen schenkt; der in uns lebt und wirkt — ganz Gottes Kinder.
Und nur Sein Geist ist es, der nun in uns, trotz unsrer Schwachheit, alle Irrlehre überwindet. Er allein nur ist allmächtig — unendlich stärker, als der Böse, der in dieser Welt regiert.
Die Irrlehrer aber sind verwurzelt in der Welt. Sie sprechen in der Sprache dieser Welt von Dingen dieser Welt: Reichtum, Macht und Ruhm, Wohlstand, Gesundheit und Vergnügen; und die Kinder der Welt hören ihnen gedankenverloren zu.
Die Kinder Gottes jedoch sind verwurzelt in Gott und kennen Ihn: Seine Heiligkeit, Liebe und Gnade, Seine Barmherzigkeit, Güte und Treue, und hören auf Sein Wort.
Wer aber Seinen Geist nicht hat, der hört auch nicht auf Gottes Wort und ist so der Ideologie des Widersachers schutzlos ausgeliefert.
An der Treue zu Gottes Wort scheiden sich die Geister; und daran lässt sich Gottes Geist vom Geist des Feindes unterscheiden. Wo stehst Du?
O-Ton: „3b Ihr habt gehört, dass er in die Welt kommen soll, und er ist schon da.
4 Aber ihr, meine Kinder, stammt von Gott und habt die falschen Propheten besiegt. Er, der in euch wirkt, ist mächtiger als der, der diese Welt regiert.
5 Sie stammen aus der Welt und reden die Sprache der Welt. Deshalb hört die Welt auf sie.
6 Aber wir stammen von Gott, und wer Gott kennt, hört auf uns. Wer nicht von Gott stammt, hört nicht auf uns. So können wir den Geist der Wahrheit vom Geist des Irrtums unterscheiden.“
Samstag, 13. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 4,1-3a
“Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“
Gedanken: Und es ist leider nicht alles wahr, was aus dem Mund mancher Prediger kommt. Darum warnt Johannes uns davor, nicht jedem zu glauben, der uns seine Lehren als Offenbarungen Gottes verkaufen will.
Vielmehr sollen wir jeden, den wir hören, anhand der Heiligen Schrift darauf hin prüfen, ob aus ihm wirklich der Heilige Geist spricht. Denn unsere Welt ist voll von falschen Propheten.
Mit Propheten (προφήτης, prophetes) bezeichnet Johannes falsche Lehrer. Das sind angeblich inspirierte Prediger, die sich in trügerischer Weise als Sprachrohr besonderer Offenbarungen Gottes ausgeben.
Um solche zu erkennen, gibt Johannes uns einen einfachen Test mit an die Hand: Wer das Glaubensbekenntnis so meint, wie er es spricht:
„Ich glaube […] an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria […]“,
Wer also an Ihn glaubt, als unseren aus der Ewigkeit in die Welt gekommenen Gott in menschlicher Gestalt, der hat Gottes Geist.
Wer das aber bestreitet - Seine(n) völlige Göttlichkeit und Herrschaftsanspruch, Sein(e) volle Menschlichkeit und Leiden, der spricht nicht aus Gott, sondern aus dem redet der Widersacher.
O-Ton: „1 Ihr Lieben, glaubt nicht allen, die vorgeben, Botschaften des Geistes zu verkünden! Prüft sie, ob der Geist Gottes aus ihnen redet. Denn diese Welt ist voll von falschen Propheten.
2 An folgendem Merkmal könnt ihr erkennen, ob es sich um den Geist Gottes handelt: Wer bekennt, dass Jesus Christus ein Mensch von Fleisch und Blut wurde, hat den Geist Gottes.
3 Wer das leugnet, aus dem redet nicht der Geist Gottes, sondern der Geist des Antichrist. Ihr habt gehört, dass er in die Welt kommen soll, und er ist schon da.“
Freitag, 12. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 3,21-24
Eins mit Gott - im Herzen, im Gebet und im Sein
Gedanken: Wenn unser Herz - durch das Zeugnis unserer Nächstenliebe und im Hinblick auf Gottes Liebe, Gnade und Treue trotz unserer Schwachheit - vor Ihm zur Ruhe gekommen ist, kehrt unser Gottvertrauen zurück.
Weil wir Seine Gebote halten - weil wir an Christus glauben und in der Liebe bleiben - können wir Ihn zuversichtlich um alles bitten, was in Seinem Willen liegt, und darauf vertrauen, dass Er unsere Gebete erhört.
Wer so lebt - im Glauben an Christus und in der Gottes- und Nächstenliebe - der bleibt, wie die Rebe am Weinstock, mit Gott verbunden. Dieses Wissen, dass Gott so in uns wohnt, ist uns mit Seinem Geist von Gott geschenkt.
O-Ton: „21 Ihr Lieben, wenn unser Herz uns nicht mehr anklagt, dann können wir mit Zuversicht zu Gott aufschauen.
22 Wir erhalten von ihm, worum wir bitten, weil wir seine Gebote befolgen und tun, was ihm gefällt.
23 Sein Gebot ist: Wir sollen uns zu seinem Sohn Jesus Christus bekennen und einander so lieben, wie er es uns befohlen hat.
24 Wer Gottes Gebot befolgt, bleibt mit Gott verbunden und Gott mit ihm. Durch den Geist, den er uns gegeben hat, wissen wir, dass Gott in uns lebt.“
Donnerstag, 11. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 3,18-20
Wie die Liebe unser Herz zur Ruhe bringt.
Gedanken: Liebe durch Taten zu zeigen, ist die einzig wahre Art, Liebe zu zeigen.
Nicht leere Worte, sondern Glaube, der aus Liebe handelt, ist der Beweis dafür, dass Gottes Wahrheit unser Leben prägt:
Dass wir die Liebe, mit der Gott uns liebt, an unseren Nächsten weitergeben.
Das kann uns helfen, unser Herz vor Gott zur Ruhe zu bringen, wenn es uns - fixiert auf unsere Schwachheit und Unvollkommenheit - verklagt.
Über dem allen aber dürfen wir gewiss sein: Gott ist viel größer als unser Herz, und weiß alle Dinge.
Er kennt nicht nur unsere Schattenseiten, Er kennt auch die Ernsthaftigkeit unserer Bemühungen.
Vor allem aber kennt Er das vollkommene Opfer Christi, das uns von aller Schuld befreit; seine Gnade hat immer das letzte Wort.
O-Ton: „18 Meine Kinder, unsere Liebe darf nicht nur aus schönen Worten bestehen. Sie muss sich in Taten zeigen, die der Wahrheit entsprechen: der Liebe, die Gott uns erwiesen hat.
19 Daran werden wir erkennen, dass die Wahrheit Gottes unser Leben bestimmt. Damit werden wir auch unser Herz vor Gott beruhigen können,
20 wenn es uns anklagt, weil unsere Liebe doch immer Stückwerk bleibt. Denn wir dürfen wissen: Gott ist größer als unser Herz und weiß alles, er kennt unser Bemühen wie unsere Grenzen.“
Mittwoch, 10. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 3,16-17
Echte Nächstenliebe
Gedanken: „Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für seine Freunde opfert.“ Und genau das hat Jesus für uns getan: Er gab am Kreuz Sein Leben als Lösegeld für unsere Schuld. Im Blick auf diese unfassbare Hingabe liegt das Begreifen, was zu lieben eigentlich bedeutet.
So eine Hingabe, so eine Liebe, die bereit ist, alles einzusetzen, alles zu geben, soll auch unsere Beziehungen als Gläubige untereinander prägen; uns für einander hinzugeben; notfalls unser Leben für einander einzusetzen.
Was wäre das für eine Liebe, wenn selbst unter Gläubigen einer alles hat und es ihn doch nicht bekümmerte, dass ein anderer neben ihm Not leidet?
Das wäre nicht nur keine Liebe, das wäre Hartherzigkeit. Ein solcher Mensch ist aus der Liebe Gottes herausgetreten und hat Gottes Liebe aus dem Herzen verloren.
O-Ton: „16 Christus gab sein Leben für uns hin; daran haben wir erkannt, was Liebe ist. Auch wir müssen deshalb unser Leben für unsere Brüder und Schwestern einsetzen.
17 Angenommen, jemand hat alles, was er in der Welt braucht. Nun sieht er seinen Bruder oder seine Schwester Not leiden, verschließt aber sein Herz vor ihnen. Wie kann da die Liebe Gottes in ihm bleiben und er in ihr?“
Dienstag, 9. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 3,11-15
Wer wird ewig leben?
Gedanken: Ob im alten Testament (5Mo 6,4-9 + 3Mo 19,18) oder im neuen (Mt 22,37-40), die Botschaft war schon immer die gleiche: liebe Gott und liebe deinen Nächsten.
Doch wie schon Kain seinen Bruder Abel aus Neid erschlagen und damit bewiesen hat, wes Geistes Kind er ist, so hasst auch die Welt die Christen: Weil ihr deren Liebe zu Ethik und Moral ein Dorn im Auge ist; weil in deren Licht ihre Unmoral offenbar wird. Diese Ablehnung sollte uns als Christen nicht überraschen.
Als Christen dürfen wir vielmehr wissen — und zwar aufgrund der Liebe, mit der Gott uns am Kreuz geliebt hat und die Er uns ins Herz gegossen hat und mit der wir Ihn und unsere „Geschwister im Glauben“ zurück lieben können — dass uns von Gott das ewige Leben bereits geschenkt ist.
Wer von dieser Liebe zu Gott und dem Nächsten jedoch nichts weiß — nicht in ihr lebt — bleibt tot. Gott ist die Liebe und das ewige Leben. Außerhalb dieser Liebe — im Hass oder gar Mord — kann es also kein ewiges Leben geben.
O-Ton: „11 Die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, lautet: Wir sollen einander lieben!
12 Wir sollen nicht sein wie Kain, der vom Teufel stammte und seinen Bruder ermordete. Warum hat er ihn ermordet? Weil seine eigenen Taten schlecht waren, aber die seines Bruders gut.
13 Wundert euch also nicht, meine Brüder und Schwestern, wenn die Welt euch hasst.
14 Wir wissen, dass wir den Tod hinter uns gelassen und das unvergängliche Leben erreicht haben. Wir erkennen es daran, dass wir unsere Glaubensgeschwister lieben. Wer dagegen nicht liebt, bleibt im Tod.
15 Wer seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist ein Mörder, und ihr wisst, dass in keinem Mörder ewiges Leben sein und bleiben kann.“
Montag, 8. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 3,6b-10
Wes Geistes Kind sind wir?
Gedanken: Nachdem Johannes die Herzenshaltung aufrichtiger Christen skizziert hat, die ihr Leben im Vertrauen auf Gott, in der Liebe und damit in Christus bleiben, zeichnet er nun das erschreckende Bild derer, die die Gnade Gottes in den Wind schlagen:
Es sind Menschen, die den Glauben an Gott spöttisch belächeln, die das Licht der Liebe Jesu nie gespürt haben; die von der Wärme Seiner Gnade im Herzen nie berührt wurden; Sie kennen Ihn nicht.
Johannes warnt auch vor Verführern: Irrlehrern, die Gottes Wort und Sein Gericht belächeln; behaupten, man könne gleichzeitig Christ sein, Gottes Gebote ignorieren und in Sünde leben.
Dem stellt er die Tatsache gegenüber, dass nur der durch Christus Gerechte - gewirkt durch den Geist Gottes in ihm - auch recht tut und so in Gottes Gericht wird bestehen können.
Wessen Lebensstil dagegen fortlaufend von Sünde geprägt ist - von Gottlosigkeit, Lieblosigkeit und Genusssucht - zeigt so nur an, wes Geistes Kind er wirklich ist.
Wer so lebt, folgt dem Geist von Gottes Widersacher; dem ersten, der in Sünde fiel. Es zählen Fakten, nicht Worte. Und auch gibt es kein Niemandsland. Ich bin entweder Gott ergeben oder dem Feind.
Genau dieses Werk Satans jedoch, die Verführung des Menschen zur Sünde, kam Jesus zu zerstören: um uns zu befreien von unserer Gottlosigkeit und Lieblosigkeit.
Wer wirklich Gottes Kind geworden ist, der kann gar nicht dauerhaft in einem Lebensstil der Sünde verharren, denn der Geist Gottes in ihm und sein Gewissen drängen dagegen.
An unserem Lebensstil wird also klar, wes Geistes Kind wir sind.
O-Ton: „6b Wer aber sündigt, hat ihn nie gesehen und kennt ihn nicht.
7 Lasst euch von niemand irreführen, meine Kinder! Wer das Rechte tut, kann wie Christus vor dem Urteil Gottes bestehen.
8 Wer sündigt, stammt vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt. Der Sohn Gottes aber ist auf die Erde gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören.
9 Wer Gott zum Vater hat, sündigt nicht, weil das Erbgut seines Vaters in ihm wirkt. Ein solcher Mensch kann gar nicht sündigen, weil er von Gott stammt.
10 Aber wer Unrecht tut oder seinen Bruder und seine Schwester nicht liebt, stammt nicht von Gott. Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels zu erkennen.“
Samstag, 6. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 3,3-6a
Heiligende Hoffnung
Gedanken: Das Versprechen seines Erscheinens erfüllt die Gläubigen nicht mit Besorgnis, sondern mit Zuversicht. Und in dieser Vorfreude sind sie bemüht, sich von allem Unrecht (ανομία, anomia), also von aller Gesetzlosigkeit), aller Übertretung des Doppelgebotes der Liebe fernzuhalten. Sie wollen mit Christus verbunden sein; nicht nur in der Lehre, der Gemeinschaft untereinander, dem Abendmahl und im Gebet, sondern vor allem im Glauben, der „in der Liebe tätig“ wird. (Gal 5,6)
Denn das Gegenteil davon wäre Sünde, die Johannes so definiert: Rebellion gegen Gott; Aufstand gegen Seine Autorität; der Versuch, parallel zu dem Seinem, einen zweiten Autoritäts-Bereich zu etablieren, in welchem meine eigenen Definitionen von Gut und Böse gelten, die natürlich so gestaltet sind, dass ich mich nicht ändern muss; nicht umkehren muss.
Diese Haltung jedoch - dieses Selbst-definieren-wollen, dieser Glaube, dass alle eigenen Haltungen und Handlungen in Ordnung sind, obwohl sie Gottes Geboten widersprechen, dieses Nicht-umkehren-wollen - konterkariert das Werk Christi, der ja eben dazu gekommen ist, uns aus unseren Sünden zu erlösen.
Christus war, wie er selbst bezeugte, ohne jede Sünde (Joh 8,46). Und er möchte, dass wir mit unserem ganzen Wesen - mit unserem Denken, unserem Fühlen und unserem Handeln - mit ihm verbunden bleiben. Eben diese Einheit aber macht es unmöglich, gedankenlos, ja gewohnheitsmäßig zu sündigen; in einem von anhaltender und reueloser Sünde gezeichneten Leben stecken zu bleiben.
O-Ton: „3 Alle, die das voller Zuversicht von ihm erwarten, halten sich von allem Unrecht fern, so wie Christus es getan hat.
4 Wer sündigt, lehnt sich gegen Gott auf, denn Sünde ist nichts anderes als Auflehnung gegen Gott.
5 Ihr wisst doch, dass Christus auf die Erde gekommen ist, um die Sünden der Menschen wegzuschaffen. In ihm gibt es keine Spur von Sünde.
6 Wer mit ihm verbunden bleibt, sündigt nicht mehr.“
Freitag, 5. September 2025
Gedanken zu 1. Johannes 3,1+2
Gedanken: „Als Gottes Kinder erwartet uns eine so unfassbar herrliche Zukunft, dass es uns aus den Schuhen blasen wird.“ (M. Marc Keeneman)
So oft verlieren wir über dem Alltäglichen, dem Profanen, über dem Leben in dieser zerbrochenen Welt das Wesentliche aus dem Blick: Gottes unaussprechlich große Liebe zu uns.
Entgegen unserer Rebellion, entgegen unserer Eigenwilligkeit und Sünde, trotz aller Ablehnung und Feindschaft, die wir gegen Ihn in unseren Herzen tragen, hat Er unsere Schuld auf Sich geladen und uns als Seine Kinder adoptiert.
Oft können wir das gar nicht fassen. Wir kennen unser Herz und unser Leben, all die Unzulänglichkeiten und verborgenen Sünden, so dass wir‘s kaum noch glauben können. Darum wiederholt Johannes es noch einmal: „Wir sind es wirklich: Gottes Kinder!“
Und dass das wahr ist, erleben wir täglich in der Befremdung, mit der uns die Welt und die Menschen darin begegnen: sie wissen nichts von Gott und Seiner Liebe und so verstehen sie auch nicht, was uns bewegt; wir wirken wie Spinner auf sie.
Doch dieser Schmerz ist ein Geringes im Vergleich mit der Herrlichkeit, die uns im Himmel noch erwartet. Was heute noch unsichtbar ist, wird dann Realität und für alle offenbar sein: unsere Ebenbildlichkeit mit Gott. Und wir werden Ihn dort sehen — endlich! — von Angesicht zu Angesicht.
O-Ton: „1 Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder! Deshalb kennt uns die Welt nicht; sie hat ja auch ihn nicht erkannt.
2 Ihr Lieben, wir sind schon Kinder Gottes. Was wir einmal sein werden, ist jetzt noch nicht sichtbar. Aber wir wissen, wenn es offenbar wird, werden wir Gott ähnlich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist.“