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Dienstag, 7. Juli 2026

Johannes Evangelium 8:12-20

 


Das Buch der Zeichen - Jesus ist das Licht der Welt

Jesus erklärte denen, die um ihn herum standen, dass er „das Licht der Welt“ sei; derjenige, der das Dunkel einer rein materiellen Weltsicht erhellt. Wer in seine Fußstapfen tritt, für den liegt die himmlische Wirklichkeit nicht länger im Dunkeln, sondern er hat in Jesus sowohl das Licht der Erkenntnis – von Gott im Himmel und sich selbst; von der Notwendigkeit, gerettet zu werden und von Gottes Liebe und Gnade –, als auch, in der Verbindung mit Jesus, das ewige Leben.

Sofort versuchten die Pharisäer, das, was Jesus gesagt hatte, zu entkräften. Ihre Logik: behaupten kann einer ja viel – aber deshalb muss man ihm ja nicht gleich alles glauben. Wenn es wirklich wahr wäre, was er behaupte, wo seien dann seine Zeugen? Wo seien andere, die bestätigen könnten, dass er die Wahrheit sagt?

Was Jesus darauf antwortet, zielt direkt auf ihre Weltsicht ab: Sie haben im Gegensatz zu ihm keinen blassen Schimmer davon, dass er von Gott aus dem Himmel gekommen ist und auch wieder dahin zurückkehren wird: sie wollen ihn, den Mensch gewordenen Gott, verurteilen – und das auch noch mit menschlichen Maßstäben. Jesus aber verurteilt niemanden.

Wenn er sich aber ein Urteil bildet, dann nur auf dem festen Fundament der Wahrheit – also ein gültiges Urteil. Und außerdem ist er mit dem, was er sagt, auch nicht alleine: Gott der Vater, sein Vater, der ihn zu uns auf die Erde geschickt hat, sieht die Dinge genauso wie er.

Und dann hält Jesus den Pharisäern das Gesetz des Moses vor, auf das sie so pochen: dort steht nämlich, dass eine übereinstimmende Aussage dann gültig ist, wenn es mindestens zwei Zeugen gibt. Und wenn man seine Aussage und die seines Vaters im Himmel nimmt, der ihn geschickt hat, – der ihn nicht nur bei seiner Taufe, sondern auch durch seine Wunder ständig als Gottes Sohn bestätigt –, dann hat man genau die zwei Zeugen, die es braucht.

Aber die Pharisäer dachten noch immer nur in irdischen Dimensionen. Sie fragen ihn spöttisch, – schließlich war sein weltlicher Vater Josef nicht anwesend, – wo denn bitteschön sein Vater sei? Jesus aber, weil er nicht nur die irdische, sondern die volle Realität im Blick hat, antwortet Ihnen, wie es in Wirklichkeit aussieht: Sie haben keine Ahnung, wer sein Vater ist. Nur wenn sie ihn, Jesus, wirklich kennen würden, und zwar als den, der er ist, würden sie auch seinen Vater kennen.

Dieser ganze Dialog fand im Tempel statt, und zwar in der Halle, wo die Spendenkästen aufgestellt waren. Und niemand  konnte ihn verhaften. Denn der von Gott 
dafür vorgesehene Zeitpunkt war noch nicht gekommen. (siehe Joh 8:12-20) 


O-Ton: Jesus sprach weiter zu den Leuten: »Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht und mit ihm das Leben.«

Die Pharisäer sagten zu ihm: »Jetzt trittst du als Zeuge in eigener Sache auf. Was du sagst, hat keine Beweiskraft!« 

»Was ich sage, ist wahr«, entgegnete Jesus, »selbst wenn ich mein eigener Zeuge bin. Ich weiß nämlich, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe. Ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe. Ihr urteilt und verurteilt nach menschlichen Maßstäben; ich verurteile niemand.

Wenn ich aber ein Urteil fälle, dann ist es auf die Wahrheit gegründet und gültig; denn ich stehe damit nicht allein da. Es ist mein Urteil und das meines Vaters, der mich gesandt hat.

In eurem Gesetz heißt es, dass die übereinstimmende Aussage von zwei Zeugen gültig ist. Ich bin mein eigener Zeuge, und auch der Vater, der mich gesandt hat, tritt für mich als Zeuge auf.«
»Wo ist denn dein Vater?«, fragten sie ihn. Jesus antwortete: »Ihr kennt weder mich noch meinen Vater. Wenn ihr mich kennen würdet, würdet ihr auch meinen Vater kennen.«

Das alles sagte Jesus, als er im Tempel lehrte. Es geschah in der Halle, wo die Kästen für die Geldspenden aufgestellt waren. Und keiner konnte ihn festnehmen; denn seine Stunde war noch nicht gekommen. (Joh 8:12-20)

Freitag, 10. April 2026

Johannes Evangelium 7,25-31


Das Buch der Zeichen - Auftritt beim Laubhüttenfest - Ist er der versprochener Retter? - Skepsis und Glauben

„Ja, schaut euch das an!“ Einige der Einwohner Jerusalems waren ziemlich von der Rolle, als sie mitkriegten, wie Jesus öffentlich predigte, ohne dass die Oberen, die doch ein Mordkomplott gegen ihn geschmiedet hatten, ihn davon abhielten: „Glauben die jetzt doch, dass er der Messias ist?“ — „Kann nicht sein! Angeblich heißt es doch, keiner würde eine Ahnung davon haben, wo der Messias herkommt; aber von dem da wissen wir’s doch genau!“

Als Jesus, der noch im Tempel lehrte, das mitkriegte, rief zu ihnen herüber: „Ihr wisst also, wer ich bin und woher ich komme? Ich hab‘ mich nicht selbst geschickt. Der, der mich geschickt hat, ist der wahrhaftige Gott. Und den kennt ihr gar nicht, aber ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und er mich geschickt hat.“

Wegen dieser Aussage hätten sie ihn am liebsten festgenommen, aber es kriegte ihn keiner zu fassen; weil der von Gottes Vorsehung dafür bestimmte Zeitpunkt noch nicht gekommen war. In der Volksmenge gab es aber nicht nur Widerspruch, im Gegenteil: viele begannen zu glauben. Und die fragten ironisch zurück in die Menge: „Glaubt ihr wirklich, der Messias könnte noch mehr Wunder tun, als dieser Mann hier?!“ 

O-Ton: Einige Leute in Jerusalem sagten: »Seht euch das an! Ist das nicht der, den sie töten wollten? Er redet in aller Öffentlichkeit und keiner verbietet es ihm! Sollten die Ratsmitglieder zu der Überzeugung gekommen sein, dass er der versprochene Retter ist? Aber wenn der Retter eines Tages auftritt, wird keiner wissen, woher er kommt. Und die Herkunft dieses Menschen kennen wir doch alle!« 

Jesus aber, der gerade im Tempel lehrte, rief mit lauter Stimme: »Wisst ihr wirklich, wer ich bin und woher ich komme? Ich bin nicht im eigenen Auftrag gekommen. Aber der, der mich gesandt hat, ist glaubwürdig. Und den kennt ihr nicht. Ich kenne ihn, denn ich komme von ihm und er hat mich gesandt.« 

Da wollten sie ihn festnehmen. Aber keiner konnte Hand an ihn legen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. Viele in der Menge kamen zum Glauben an ihn und sagten: »Kann der versprochene Retter, wenn er kommt, mehr Wunderzeichen tun, als dieser Mann getan hat?« (Joh 7,25–31)

Mittwoch, 4. März 2026

Johannes Evangelium 6,60–65

 


Das Buch der Zeichen - Worte, die zum ewigen Leben führen - Murren  offenbart Unglauben.

Die Reaktion auf das, was Jesus mit den Worten vom Fleisch und Blut über den Glauben gesagt hatte – nämlich, dass wir ihn selbst, Gottes Sohn durch Glauben in uns aufnehmen müssen – ließ nicht lange auf sich warten. Viele seiner Anhänger waren außer sich und protestierten hinter vorgehaltener Hand: »Das ist jetzt echt too much! Das ist ja nicht zum aushalten!«

Auch wenn das Murmeln wohl kaum zu hören gewesen sein durfte, war es für Jesus kein Geheimnis. Er wusste innerlich schon längst was ihnen quer lag. Und er sagte Ihnen daraufhin – in Anspielung auf die Himmelfahrt bei der seine Göttlichkeit nicht länger zu leugnen sein würde – »Das findet ihr schon krass? Dann wartet mal, bis ich in meine Herrlichkeit zurückkehre; dahin, wo ich hergekommen bin.«

Ihr Unglaube hatte sie blind gemacht für Jesus‘ wahre Identität und damit für die Glaubwürdigkeit seiner Worte. Darum sagt Jesus es ihnen noch einmal ganz klar: alle menschliche Anstrengung ist zu nichts nütze, denn das ewige Leben kann nur Gott allein schenken; durch seinen Heiligen Geist — und alles, was er ihnen gesagt hat ist von eben diesem Heiligen Geist getragen und vermittelt ewiges Leben.

Das Problem lag also nicht in den Worten, sondern an seinen Zuhörern; daran, dass einige seiner Nachfolger sich weigerten, seine wahre Identität anzuerkennen und an ihn zu glauben. Jesus wusste das von Anfang an: wer ihn ablehnen würde und sogar, dass es Judas sein würde, der ihn am Ende verraten würde.

Eben, weil es wahr ist, dass das ewige Leben nur Gott durch seinen Heiligen Geist schenken kann, hatte Jesus ihnen genau das gesagt: »Nur diejenigen, die vom Vater dazu befähigt werden, können im Glauben daran zu mir kommen, dass ich tatsächlich der Messias bin; Gott in menschlicher Gestalt.«

O-Ton: Als sie das hörten, sagten viele, die sich Jesus angeschlossen hatten: »Was er da redet, geht zu weit! So etwas kann man nicht mit anhören!« 

Jesus wusste schon von sich aus, dass sie murrten, und sagte zu ihnen: »Daran nehmt ihr Anstoß? Wartet doch, bis ihr den Menschensohn dorthin zurückkehren seht, wo er vorher war! 

Gottes Geist allein macht lebendig; alle menschlichen Möglichkeiten richten nichts aus. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind von diesem Geist erfüllt und bringen das Leben. 

Doch einige von euch haben keinen Glauben.« Jesus kannte nämlich von Anfang an die, die ihn nicht annehmen würden, und wusste auch, wer ihn verraten würde. 

Und er fügte hinzu: »Aus diesem Grund habe ich zu euch gesagt: Nur die können zu mir kommen, die der Vater dazu fähig macht.« (Joh 6,60–65)