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Dienstag, 31. März 2026

Johannes Evangelium 7,10–13



Das Buch der Zeichen - Auftritt beim Laubhüttenfest - Jesus in Jerusalem: Gemunkel hinter vorgehaltener Hand

Letztlich zog auch Jesus los; seinen Brüdern nach, die sich schon vor ihm nach Jerusalem auf den Weg gemacht hatten. Jedoch hielt er sich vor der Öffentlichkeit noch verborgen. Und das aus gutem Grund: von den führenden Männern im Volk wurde schon nach ihm gefahndet und der Zeitpunkt, um auf dem Fest an die Öffentlichkeit zu treten, war für ihn noch nicht gekommen. 

Unter den Menschenmengen, die aus allen Landesteilen zum Fest nach Jerusalem gekommen waren, wurde bereits über ihn gemunkelt. „Der Typ ist voll in Ordnung“, fanden die einen. Andere wiederum behaupteten: „Der verführt doch die Massen“. Aber keiner wagte offen auszusprechen, was er dachte, weil sie alle Angst vor der Obrigkeit hatten.

O-Ton: Nachdem seine Brüder zum Fest nach Jerusalem hinaufgegangen waren, kam Jesus nach; aber er zeigte sich nicht in der Öffentlichkeit. Die führenden Männer suchten ihn unter den Festbesuchern. »Wo ist er?«, fragten sie. 

In der Volksmenge wurde viel über ihn geflüstert. »Der Mann ist gut«, meinten einige. Andere entgegneten: »Nein, er ist ein Volksverführer.« Aber niemand sprach offen über ihn, weil sie Angst vor ihren führenden Männern hatten. (Joh 7,10–13)

Dienstag, 24. März 2026

Johannes Evangelium 7,1-9


Das Buch der Zeichen - Jesus und seine Brüder

Nach der Brotrede zog Jesus durch Galiläa, ganz im Norden des Landes, also so weit wie möglich von Judäa und damit von Jerusalem entfernt, wo der Hohe Rat saß, der bereits Pläne geschmiedet hatte, ihn umzubringen.

Kurz vor dem Laubhüttenfest, zu dem das ganze Volk aus allen Landesteilen nach Jerusalem strömen würde, gaben seine Brüder Jesus einen sarkastischen Rat: wenn er denn seine Schüler wirklich beeindrucken wolle, dann solle er doch nach Judäa gehen, damit dort alle seine spektakulären Taten bestaunen könnten. Wer berühmt werden wolle, brauche schließlich Publicity – und dafür müsse man auch selber etwas tun. Mit dieser Einstellung zeigten sie, dass sie ihm nicht glaubten; weder wer er ist, noch wozu er gekommen war.
 
Ihr Vorschlag traf bei Jesus jedoch auf taube Ohren. Er will den gottbestimmten Zeitpunkt treffen, um auf dem Fest an die Öffentlichkeit zu treten. Im Gegensatz zu seinen Brüdern. Die sangen noch immer das Lied der Welt und eckten deshalb nirgendwo an. Sollten sie doch gehen! Ihnen stünde die Welt ganz sicher nicht entgegen. Jesus aber predigte genau dieser Welt Umkehr von ihrem gottlosen Leben und rechnete deshalb mit dem Hass der Welt.  Für ihn war es absolut lebensgefährlich, einfach eigenmächtig loszuziehen. Deshalb blieb er vorerst im sichereren Galiläa.

O-Ton: Danach zog Jesus in Galiläa umher. Er hielt sich von Judäa fern, weil die führenden Männer dort ihn töten wollten. 

Das jüdische Laubhüttenfest stand vor der Tür. Da sagten seine Brüder zu ihm: »Du solltest nicht hier bleiben, sondern nach Judäa gehen, damit deine Anhänger dort die großen Taten zu sehen bekommen, die du tust. Wenn jemand bekannt werden möchte, versteckt er sich nicht. Wenn du schon solche Taten vollbringst, dann sorge auch dafür, dass alle Welt davon erfährt!« Denn nicht einmal seine Brüder schenkten ihm Glauben. 

Jesus sagte zu ihnen: »Meine Zeit ist noch nicht da. Für euch dagegen passt jede Zeit. Euch kann die Welt nicht hassen; aber mich hasst sie, weil ich als Zeuge gegen sie bestätige, dass ihr Tun böse ist. Zieht doch ihr zu diesem Fest hinauf! Ich gehe nicht zum Fest, weil meine Zeit noch nicht da ist.« Das sagte er zu ihnen und blieb in Galiläa. (Joh 7,1-9)