Montag, 7. September 2026

Johannes Evangelium 8,21-30


 

Das Buch der Zeichen - „Wo ich hingehe, dorthin könnt ihr nicht kommen“

Nachdem Jesus am Spendenkasten beim Tempel offenbart hatte, dass er vom Himmel gekommen war und dass er das Licht der Welt ist, wiederholte er seine Ankündigung, dass er die Erde wieder verlassen würde. Wohin er gehen würde - damit meinte er den Himmel -, dahin könnten Sie ihm nicht folgen. Dann würden Sie ihn suchen, aber nicht mehr finden können und in ihren Sünden umkommen.

Aber die Leute verstanden nicht, was er meinte. Sie dachten, dass Jesus sich womöglich umbringen wollte und deswegen sagte, er würde an einen Ort gehen, an den sie ihm nicht folgen könnten.

Deswegen erklärte Jesus es ihnen nochmal: sie stammen von hier unten; haben ihre Wurzeln in dieser Welt. Er aber kommt von oben, vom Himmel; nicht von dieser Welt. Er ist der Eine, an dem sich ihr Schicksal entscheidet: wenn sie auch weiterhin nicht an ihn glauben würden, würden Sie in ihren Sünden sterben.

Da wollten Sie von ihm wissen, wer er denn nun sei? Jesus sagte Ihnen: „Das erkläre ich euch doch schon die ganze Zeit! Und auch über euch hätte ich noch eine ganzeMenge zu sagen und zu urteilen – aber ich will mich auf das beschränken, was ich von dem gehört habe, der mich zu euch geschickt hat, denn er ist wahrhaftig.“ Die Leute aber verstanden nicht, dass er von seinem Vater sprach; von Gott.

Darum erklärte Jesus Ihnen, dass sie, wenn sie den ‚Menschensohn‘ (mit diesem Titel wurde im Alten Testament der Messias bezeichnet!) ‚erhöht‘ haben würden (mit diesem Wort spielte er auf seine Kreuzigung an), begreifen würden, dass er selbst eben dieser ‚Menschensohn‘ ist. Dann würden Sie erkennen, dass er nie eigenmächtig gehandelt, sondern nur das an sie weitergegeben habe, was sein Vater im Himmel ihm beigebracht hatte.

Außerdem stünde der Vater ihm zur Seite und würde ihn nie allein lassen, weil er immer nur das tun würde, was Gott gefällt. Als er das gesagt hatte, kam viele zum Glauben an ihn.


O-Ton: Jesus sagte noch einmal zu ihnen: »Ich werde fortgehen. Dann werdet ihr vergeblich nach mir suchen und in eurem Unglauben zugrunde gehen. Wo ich hingehe, dorthin könnt ihr nicht kommen.« 

Die Leute meinten: »Wenn er sagt: 'Wo ich hingehe, dorthin könnt ihr nicht kommen' – heißt das, dass er Selbstmord begehen will?« 

Jesus antwortete: »Ihr seid von hier unten, aber ich komme von oben. Ihr gehört zu dieser Welt, aber ich bin nicht von dieser Welt. Ich habe es euch ja gesagt, dass ihr in eurem Unglauben zugrunde gehen werdet. Ich bin der, an dem sich alles entscheidet. Wenn ihr das nicht glauben wollt, werdet ihr in eurem Unglauben zugrunde gehen.« 

»Du? Wer bist du denn?«, fragten sie ihn. Jesus antwortete: »Was rede ich überhaupt noch zu euch? Ich hätte zwar vieles über euch zu sagen und allen Grund, euch zu verurteilen; aber der, der mich gesandt hat, steht zu seinen Zusagen; und ich sage der Welt nur das, was ich bei ihm gehört habe.« Sie verstanden nicht, dass Jesus vom Vater sprach. 

Deshalb sagte er zu ihnen: »Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, werdet ihr es begreifen: Ich bin der, an dem sich alles entscheidet. Dann werdet ihr auch erkennen, dass ich nichts von mir aus tue, sondern nur das sage, was der Vater mich gelehrt hat. 

Er, der mich gesandt hat, steht mir zur Seite und lässt mich nicht allein; denn ich tue stets, was ihm gefällt.« Als Jesus das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn. (Johannes 8:21-30)