Montag, 25. Mai 2026

Johannes Evangelium 7,40–43


Das Buch der Zeichen - Auftritt beim Laubhüttenfest - Meinungsverschiedenheiten


Als die Menge gehört hatte, was Jesus über unseren Lebensdurst zu sagen hatte – dass jeder, der durstig ist nach Leben, nach Wahrheit, nach einer Beziehung zu Gott, zu ihm kommen und an ihn glauben sollte – ging eine ziemliche Diskussion los: die einen hielten ihn für den Vorboten des Messias, einen Propheten, dessen Auftreten schon im Alten Testament vorhergesagt worden war.

Andere dagegen waren richtigerweise der Überzeugung, dass Jesus selbst der Messias in Person sei: der uns von Gott versprochene Retter vor den ewigen Konsequenzen eines Lebens ohne ihn, vor denen Gott uns warnt. 

Und eine dritte Meinung war die irrige Ansicht, dass Jesus aus Galiläa stammte, wo er als Zimmermann gearbeitet hatte. Dazu zitierten sie als „Beweis“ dafür, dass er gar nicht der Messias sein könne, das Alte Testament, in dem – was für eine Ironie! – klar prophezeit wurde, dass der Messias aus der Linie König Davids stammen und in Bethlehem, Davids Dorf, geboren werden würde.

Es gab also – wie auch heutzutage – alles andere als Einigkeit, was die Person Jesu anging. Manche hätten ihn sogar am liebsten festnehmen und abführen lassen; aber er war einfach nicht zu fassen.

O-Ton: Als die Leute in der Menge dieses Wort von Jesus hörten, sagten einige: »Er ist wirklich der Prophet, der kommen soll!« Andere meinten: »Er ist der versprochene Retter!« 

Wieder andere sagten: »Der Retter kommt doch nicht aus Galiläa! In den Heiligen Schriften steht, dass er von David abstammt und aus Betlehem kommt, dem Dorf, in dem David lebte.« 

Die Menge war also geteilter Meinung über ihn. Einige hätten ihn am liebsten festgenommen; aber niemand konnte Hand an ihn legen. (Joh 7,40–43)

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