Als Jesus fertig war mit seiner harten Rede, dass wir „sein Fleisch essen“ und „sein Blut trinken“, ihn also im Glauben in uns aufnehmen müssen, um Anteil an ihm und seinem ewigen Leben zu bekommen, kehrten ihm viele seiner Anhänger den Rücken und entschieden sich, ihm nicht länger zu folgen.
Daraufhin wendete sich Jesus an den inneren Kreis der zwölf ihm am nächsten stehenden Schüler und fragte sie, ob sie sich nun auch von ihm abwenden wollten. Stellvertretend für die Gruppe antwortete ihm Petrus mit einer Gegenfrage, in der die ganze Tragweite klar wird, nämlich wie alternativlos der Glaube an ihn ist: in Jesus begegnet ihnen der Messias, kein Geringerer als Gott selbst; und allein in seinen Worten liegt ewiges Leben.
So richtig Petrus’ Antwort auch war, es gab einen Aspekt, der ihm verborgen geblieben war, und den wollte Jesus offenbaren: Zwar hatte er alle Zwölf, den engsten Kreis, selbst ausgewählt, und doch lag Petrus schief, wenn er für die ganze Gruppe sprach: Jesus wusste bereits, dass einer von ihnen, Judas, nicht – wie Petrus – mit einem glaubenden Herzen an ihm hing, sondern ein Feind war und ihn später verraten würde.
O-Ton: Als sie das hörten, wandten sich viele seiner Anhänger von ihm ab und wollten nicht länger mit ihm gehen.
Jesus antwortete ihm: »Euch zwölf habe ich doch selber ausgewählt. Trotzdem ist einer von euch ein Teufel!« Er meinte Judas, den Sohn von Simon Iskariot. Judas war es, der Jesus später verriet – einer aus dem Kreis der Zwölf. (Joh 6,66-71)
Da fragte Jesus die Zwölf: »Und ihr, was habt ihr vor? Wollt ihr mich auch verlassen?« Simon Petrus antwortete ihm: »Herr, zu wem sonst sollten wir gehen? Deine Worte bringen das ewige Leben. Wir glauben und wissen, dass du der bist, in dem Gott uns begegnet.«
Jesus antwortete ihm: »Euch zwölf habe ich doch selber ausgewählt. Trotzdem ist einer von euch ein Teufel!« Er meinte Judas, den Sohn von Simon Iskariot. Judas war es, der Jesus später verriet – einer aus dem Kreis der Zwölf. (Joh 6,66-71)
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