Freitag, 20. Februar 2026

Johannes Evangelium 6,41–47

 


Das Buch der Zeichen - Jesus ist das Brot, das Leben gibt -  ewiges Leben ist reine Gnade

Auf seine Aussage hin, dass er selbst das personifizierte Himmelsbrot ist, die spirituelle Nahrung, die unser Herz und unsere Seele wirklich satt macht, fangen seine Zuhörer an, hinter vorgehaltener Hand zu meckern. Sie sehen nur auf das, was vor Augen ist: Jesus‘ irdischen Körper und seine irdische Abstammung.

Was Jesus darauf sagt, geht unfassbar tief: er sagt Ihnen nicht nur, dass sie aufhören sollen zu meckern. Er offenbart Ihnen ein Geheimnis. Dass es nämlich einen Grund dafür gibt, dass Menschen überhaupt zu ihm kommen; sich ihm im Glauben zuwenden: Gott der Vater selbst muss sie ziehen. Und wer immer sich im Herzen von Gott ziehen lässt und wirklich im Glauben zu Jesus kommt, den wird Jesus am Ende der Zeiten zum ewigen Leben auferwecken.

Um das zu unterstreichen, zitiert Jesus die Propheten, die schon damals sagten, dass alle Gläubigen von Gott gelehrt sein würden. Doch was lehrt Gott der Vater? Er sagte auf dem Berg der Verklärung über Jesus: »Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe; auf ihn sollt ihr hören!« (Markus 9,7). Wer in seinem Herzen auf diese Stimme Gottes hört und Gottes Zeugnis Glauben schenkt – nämlich, dass Jesus tatsächlich sein Sohn ist und wir auf ihn hören sollen – der kommt auch zu Jesus.

Niemand von uns hat Gott je gesehen, gehört, gefühlt, gerochen, geschmeckt. Niemand von uns hat den Unendlichen jemals mit seinen Gedanken umfasst. Alles, was wir über Gott wissen können, können wir nur von dem Einen wissen; von ihm, der Gott tatsächlich gesehen hat: Jesus. Dem, der vom Himmel herabgekommen ist, um uns am eigenen Beispiel Gottes Wesen zu zeigen.

Wer an ihn glaubt; auf ihn vertraut — an ihn, auf den Gott der Vater hinweist und zu dem er unsere Herzen hinzieht; an ihn, der als Sohn allein weiß, wer Gott wirklich ist, weil nur er ihn wirklich gesehen hat; an ihn, der tatsächlich der Heiland ist; an ihn, der zu unserer Rettung vom Himmel auf die Erde gekommen ist; an ihn, der tatsächlich das Himmelsbrot ist; der das ewige Leben in sich trägt — der wird aufgrund dieser Beziehung selbst ewig leben.

O-Ton: Die Zuhörenden murrten, weil er gesagt hatte: »Ich bin das Brot, das vom Himmel gekommen ist.« Sie sagten: »Wir kennen doch seinen Vater und seine Mutter! Er ist doch Jesus, der Sohn Josefs! Wie kann er behaupten: 'Ich komme vom Himmel'?« 

Jesus sagte zu ihnen: »Was murrt ihr? Nur die können zu mir kommen, die der Vater, der mich gesandt hat, zu mir führt. Und ich werde alle, die zu mir kommen, am letzten Tag vom Tod auferwecken. 

In den Schriften der Propheten heißt es: 'Alle werden von Gott unterwiesen sein.' Wer den Vater hört und von ihm lernt, kommt zu mir. 

Nicht, dass je ein Mensch den Vater gesehen hätte. Nur der Eine, der von Gott gekommen ist, hat den Vater gesehen. 
Amen, ich versichere euch: Wer sich an mich hält, hat das ewige Leben. (Joh 6,41–47)

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